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Vereinigte Bühnen Wien GmbH, Prüfung der Sparte Oper

Die Vereinigte Bühnen Wien GmbH bespielt seit dem Jahr 2006 das Theater an der Wien als Stagione-Opernhaus (Geschäftssegment Oper).


Der Stadtrechnungshof Wien prüfte das Geschäftssegment Oper der Vereinigte Bühnen Wien GmbH auf seine strategischen und konzeptiven Vorgaben und entschied sich für eine innerbetriebliche Analyse relevanter betriebswirtschaftlicher Kennzahlen. Der Betrachtungszeitraum umfasste die Jahre 2018 bis 2020 mit der Einschränkung, dass für das Geschäftsjahr 2020 der Jahresabschluss noch nicht aufgestellt bzw. geprüft und das angeführte Datenmaterial daher als vorläufig einzustufen war.


Der Stadtrechnungshof Wien beurteilte die von der Wien Holding GmbH definierten quantitativen und budgetären Prämissen der Programmkonzeption ab dem Jahr 2018 als grundsätzlich erfüllt, ohne das künstlerische Niveau beurteilt zu haben. Letzteres war nicht vom Prüfungsmandat des Stadtrechnungshofes Wien umfasst. Der Stadtrechnungshof Wien empfahl jedoch, die internationalen Kooperationen weiter auszubauen sowie die Grenzkosten der Produktionen zu reduzieren und die Einspielergebnisse zu verbessern. Zum Markenauftritt war festzustellen, dass es seit dem Jahr 2006 nicht ausreichend gelungen war, das Theater an der Wien bei der lokalen Bevölkerung als Opernhaus nachhaltig zu positionieren. Zur Kooperation mit der Wiener Kammeroper empfahl der Stadtrechnungshof Wien, Gespräche mit der Förderungsgeberin Stadt Wien zu führen, ob und in welcher Form diese unter der neuen Intendanz ab dem Jahr 2022 weitergeführt werden soll.


Im Bereich der Preis- und Angebotsstruktur wurde empfohlen, den Anteil der für Veranstaltungen ausgegebenen vergünstigten bzw. freien Karten zu verringern. Weiters regte der Stadtrechnungshof Wien an, die bestehende Abonnementstruktur auf ihre Preissensitivität sowie die Einführung eines nachfrageindizierten ,,dynamischen Preismodells" zu prüfen.


 
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