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Unternehmung Wiener Krankenanstaltenverbund, Prüfung betreffend Wartezeiten auf Untersuchungstermine, Diagnostik, Therapien und Operationen in Einrichtungen des Krankenanstaltenverbundes Prüfungsersuchen gemäß § 73e Abs. 1 WStV vom 5. September 2019, Teil 2

Aus Anlass eines Prüfungsersuchens unterzog der Stadtrechnungshof Wien die Wartezeiten auf Untersuchungen und Therapien mit Großgeräten in den Einrichtungen der Unternehmung Wiener Gesundheitsverbund einer Prüfung. Weiters waren auch die Wartezeiten bei ausgewählten anderen Therapien sowie übergreifende Fragenstellungen zur Wartezeitenthematik prüfungsgegenständlich.


Die Wartezeiten auf Untersuchungen und Therapien mit Großgeräten stellten sich im Betrachtungszeitraum insbesondere bei der stationären Leistungserbringung in der Mehrzahl der in die Einschau einbezogenen Einrichtungen tendenziell rückläufig dar. Demgegenüber waren im Betrachtungszeitraum 2017 bis 2019 zum Teil ansteigende Wartezeiten auf Untersuchungen mittels Positronen-Emissions-Tomographie zu verzeichnen. Wie die Prüfung zeigte, leitete der Gesundheitsverbund Maßnahmen zur Ausweitung der diesbezüglichen Kapazitäten ein, wobei eine Harmonisierung der nuklearmedizinischen Leistungscodes und ein unternehmensweites Monitoring von derartigen Untersuchungen noch ausständig waren.


Bei ausgewählten anderen medizinischen Leistungsangeboten des Gesundheitsverbundes stellte sich die Situation uneinheitlich dar. So ließen Dialyseleistungen keine Wartezeiten zu und pränataldiagnostische Untersuchungen waren innerhalb bestimmter Zeitfenster durchzuführen. Demgegenüber fielen im Bereich der Schmerzversorgung von chronischen Schmerzpatientinnen bzw. Schmerzpatienten zum Teil längere Wartezeiten an, weshalb eine Evaluierung dieses Therapieangebotes unter Einbindung der MA 24 - Strategische Gesundheitsversorgung angeregt wurde.


Schließlich zeigte die Prüfung, dass sich das Management des Gesundheitsverbundes im Betrachtungszeitraum mehrfach mit der Thematik Wartezeiten befasst hatte und den medizinischen Abteilungen externe Unterstützung zur Optimierung der jeweiligen Leistungserbringung ermöglichte. Des Weiteren beauftragte der Gesundheitsverbund eine Reihe von Projekten u.a. zur Auslastung der OP-Säle, zur Ambulanzorganisation, zu


 
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