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WIEN ENERGIE Vertrieb GmbH & Co KG, Prüfung des Forderungsmanagements

Die Geschäftstätigkeit der WIEN ENERGIE Vertrieb GmbH & Co KG umfasste den Vertrieb von Strom und Erdgas an Endverbrauchende im Raum Wien und Umgebung, wobei für die Netznutzungsentgelte das sogenannte Vorleistungsmodell zur Anwendung gelangte. Dabei übermittelte die Netzbetreiberin WIENER NETZE GmbH ihre Rechnung für die Netznutzung an die WIEN ENERGIE Vertrieb GmbH & Co KG als Strom- bzw. Erdgaslieferantin, welche diese Daten für ihre Gesamtrechnung übernahm, wodurch die Endverbrauchenden eine diesbezügliche Gesamtrechnung von der WIEN ENERGIE Vertrieb GmbH & Co KG erhielten.


Der Stadtrechnungshof Wien prüfte bei der WIEN ENERGIE Vertrieb GmbH & Co KG das Forderungsmanagement, das auf vertraglicher Basis von der WIEN ENERGIE GmbH als Dienstleisterin abgewickelt wurde. Dabei war festzustellen, dass dem Forderungsmanagement gesetzliche Bestimmungen zugrunde lagen und sich die Kennzahlen im Forderungsmanagement im Beobachtungszeitraum z.T. deutlich verbesserten. Außerdem zeigte sich, dass die Erfolgsquoten von Eintreibungsmaßnahmen stark vom zeitnahen Beginn und der Effektivität der Eintreibungsmaßnahmen beeinflusst waren. Weiters war festzuhalten, dass die Eintreibung offener Forderungen gegenüber inaktiven Kundinnen bzw. Kunden an ein Inkassobüro ausgelagert wurde.


Die Einschau führte im Wesentlichen zu Empfehlungen hinsichtlich der Verbesserung des Forderungsrisikomanagements und des Kennzahlensystems im Forderungsmanagement sowie der Überarbeitung der Allgemeinen Lieferbedingungen für Strom und Erdgas. Weiters sollten die Bemühungen zur Erhöhung der Bankeinzugsquote verstärkt werden. Auch sollte die Berichterstattung zur Abwicklung des Forderungsmanagements in den Bilanzen und im Lagebericht verbessert werden.


 
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